WordPress in-der-Cloud Ratgeber

Lesezeit: 6 Minuten

Einstieg in WordPress

Für die Quick-Starter unter euch: schnell starten könnt ihr mit Raidboxes* – qualitativ eines meiner absoluten Favoriten im Bereich WordPress-Hosting.

WordPress Erste Hilfe

Ist Deine WordPress Seite langsam, dann wirf einen Blick auf meinen Performance Guide.

WordPress* ist das meist genutzte Content Management System* und ist schon seit Jahren als Blogsoftware bekannt. Mittlerweile ist die Verbreitung von WP, je nach Quelle der Statistik mal mehr mal weniger, bei um die 30%. Das bedeutet: von 10 Webseiten setzten ca. 3 WordPress ein. Wenn Du Dich mit WordPress als Grundlage für Deine Webseite beschäftigst, stellt sich früher oder später (meist früher) die Frage nach dem Hoster.Wo lasse ich meine Webseite laufen. Und eine Variante (und für viele die Beste Variante) ist die Installation von WordPress als Service in einer Cloud-Infrastruktur.

Was findest Du hier

In diesem Ratgeber gehe ich genau auf diese Thematik ein. Wie kannst Du heute zeitgemäß WordPress als CMS verwenden, im Hinblick auf Kosten, Performance und Sicherheit. Und zwar für WordPress Blogs oder auch WordPress Sites. Was für Dinge gibt es zu beachten und was sind die No-Gos. Außerdem erläutere ich viele Tuning-Punkte, die, mal mehr, mal weniger, notwendig sind. Darüber hinaus könnt ihr hier einige Erfahrungen nachlesen, die ich die letzten Jahre gemacht habe. Auf dass es euch hilft, nicht die selben Fehler zu machen. Bei den Reviews stelle ich diverse Anbieter vor und bewerte diese entsprechend. Damit Du schnell und einfach den passenden Hoster für Dich findest.

Als Erstes stellen sich 2 Fragen:

  1. Warum WordPress und
  2. Aus welchem Grund in die Cloud

Warum WordPress

Es gibt sehr viele Content Management Systeme*, warum ist WordPress so im Fokus? WordPress hat einige wirklich tolle Eigenschaften, die ich mir von einem CMS bzw. aus Nutzersicht von einer Webseite erwarte.

Zu aller erst ist WordPress* sehr weit verbreitet, ein großer Prozentsatz aller Webseiten laufen auf WordPress. Und diese Statistik ist nicht nur auf Blogs sondern allgemein auf Webseiten bezogen. Eine hohe Verbreitung bedeutet im allgemeinen, dass man im Internet sehr guten Support finden kann. Je öfters die Software verwendet wird, desto wahrscheinlicher ist, dass schon jemand vor Dir auf ein Problem gestoßen ist. Und davon profitierst Du selbst ungemein.

WordPress Post erstellen

Zum zweiten ist WordPress eine sehr stabile und recht updatesichere Software. Und Stabilität ist wichtig. Bei einer Webseite wird heute erwartet, dass sie funktioniert – wenn nicht, wird sie auch nicht mehr aufgerufen (falls doch einmal etwas schief geht, hilft Dir meine WordPress Erste Hilfe Seite).

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Software regelmäßig erweitert wird- und zwar mit Sicherheitsupdates, aber auch mit neuen Features. Beides sind wichtige Eigenschaften. Im Gegenzug zu den Anfangszeiten der IT, in denen es oft “never change a running system” hieß, gilt heute eine andere Devise. Updates gehörten schnell und zeitnah eingespielt – aber natürlich immer mit System und doppeltem Boden.

Und zu guter Letzt ist WordPress* zwar relativ einfach zu administrieren, wartet aber mit extrem vielen Möglichkeiten für Deine WordPress Website auf, bedingt durch die WordPress Plugins und WordPress Themes. Man muss eben kein Informatiker oder Webdesigner sein, um mit WordPress schnell zu einem ansehnlichen Ergebnis zu kommen.

Warum Cloud

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Du WordPress ans Laufen bekommen kannst. Das Installieren und Erstellen einer WordPress Website oder Blog ist recht einfach. Vielleicht nennst Du einen Server Dein Eigen. Oder Du mietest einen Root-Server oder vielleicht V-Server bei einem Hoster (oft auch cloud platform genannt) an. Oder aber Du verwendest WordPress als “Software as a Service”. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Lass Dich nicht vom Begriff “Cloud” zu sehr vereinnahmen. Eine Definition von Cloud ist zum Beispiel sehr simpel:

Technischer formuliert umschreibt das Cloud Computing den Ansatz, IT-Infrastrukturen über ein Rechnernetz zur Verfügung zu stellen, ohne dass diese auf dem lokalen Rechner installiert sein müssen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Cloud_Computing

Wenn Du das etwas technischer sehen möchtest, gibt es hier noch eine weitere Definition von bestimmten Charakteristika:


Selbstzuweisung von Leistungen aus der Cloud durch den oder die Nutzer, die bei Bedarf bereitstehen soll.

Leistungen aus der Cloud sind über Standardmechanismen über das Netzwerk erreichbar.

Ressourcen wie Rechenleistung, Netzwerk oder Storage werden zwischen unterschiedlichen Projekten und Kunden geteilt.

Virtuelle Ressourcen skalieren schnell und aus Nutzersicht nahezu unbegrenzt und können auch automatisiert auf Laständerungen angepasst werden.

Ressourcennutzung kann gemessen und überwacht werden. Zum Beispiel für Abrechnung oder auch automatische Skalierung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Cloud_Computing

Aber was bedeutet das für das Betreiben von WordPress* nun konkret? Das bedeutet, dass es Zig mögliche Varianten zum Betrieb von WordPress gibt, aufgeteilt auf einige Tausend Anbieter, verteilt auf eine Menge unterschiedlicher Länder- mit den entsprechenden Regeln (oder eben nicht).

Hier gilt es, die richtige Entscheidung zu treffen, damit man sich nichts verbaut und schnell und sauber zu einer dauerhaften, stabilen, schnellen und rechtlich passenden Lösung kommt.

Varianten für das WordPress Cloud Hosting

Konkret bedeutet das, dass Du Dich entscheiden musst zwischen den folgenden Architekturen:

Unterschied zwischen iaas, paas und saas bei WordPress wp.

Änderungen fließend von links nach rechts:

  • Du hast zwar immer weniger Einfluß auf das Gesamtsystem – musst Dich aber im Gegenzug auch immer weniger kümmern.
  • Du gibst also Flexibilität auf, hast aber auch weniger Komplexität.
  • Es gibt weniger Fehlerquellen, Du hast aber auch weniger Möglichkeiten.
  • Du brauchst weniger Fachwissen (bzw. kein so breites), hast aber auch weniger Features.

Du siehst worauf ich hinaus möchte: Jedes dieser Architekturen hat seine speziellen Vor- und Nachteile. Hier stelle ich die einzelnen Varianten im Detail vor.

Root-Server

Ein Root-Server bietet sich für alle an, die sich recht tief in die Administration einarbeiten möchten. Und damit das beste aus der Umgebung rausholen möchten. Da Du den kompletten Server in der Hand hast, kannst Du sehr tief im System Änderungen vornehmen. Ein Root-Server kann unter Umständen 100 Webseiten und mehr bedienen. Ein Nachteil sind die Kosten.

V-Server

Ein V-Server ist für alle diejenigen die ideale Lösung, die beginnen und trotzdem wichtige Abläufe selbst in die Hand nehmen möchten. Allerdings muss man hier Performance-Einschränkungen in Kauf nehmen: Die Hosts, beziehungsweise die Hardware, auf denen die V-Server für die einzelnen Kunden laufen, sind im Normalfall überbucht, das heißt es sind mehr Ressourcen virtuell an die Kunden verteilt, als dass der Server überhaupt zur Verfügung stellen kann.

Im Normalfall ist das kein Problem, es wird nur dann relevant, wenn Du und auch andere Kunden zur selben Zeit Last ausüben (viele Webseitenbesuche zur selben Zeit). Dann ist irgendwann die Hardware am Anschlag und manche Prozesse, zum Beispiel Ihr Webserver, bekommt für einige Sekunden keine oder nur eingeschränkte Leistung zur Verfügung. Das äußert sich dann oft in recht diffusen Wartezeiten beim Webserver, ohne dass die Last des V-Servers merklich nach oben geht.

Der V-Server „wartet“ quasi auf Zuteilung von Rechenleistung, bekommt aber aufgrund der Überbuchung keine. Man kann eine Analogie mit Banken (Geld) herstellen: So lange Kunden ihr Geld über den Monat verteilt abholen und immer wieder was zurückgeben, ist das kein Problem, die Bank hat in diesem Fall noch „Ressourcen“ übrig (Geld / Rechenleistung). Wenn aber an einem Tag gleichzeitig alle Kunden Schlange stehen und ihre Konten auflösen, werden einige davon nicht mehr bedient. 

WordPress as a service

Die Hosted-WordPress-Variante ist für alle sinnvoll, die sich auf das wichtigste konzentrieren möchten: Die Webseite. Und alle anderen Arbeiten lieber den Spezialisten überlassen wollen. Wenn Du mit der IT eigentlich nichts am Hut haben, sondern eine stabile und performante Webseite haben möchtest, ist das Deine bevorzugte Lösung.

Unterschied zwischen iaas, paas und saas bei WordPress wp.

Ich habe einen Überblick über einige der Cloud-Hoster erstellt, die ich aktuell halte. Gerne kannst Du hier mal einen Blick drauf werfen.