Vorsicht bei Tipps wie…

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Tuning ist bei WordPress, wie eigentlich bei allem, ein kontroverses Thema. Ich möchte hier nicht behaupten, dass ich an alle Tipps gedacht haben. Möglicherweise wirst Du im Rahmen Deiner eigenen Recherche zum Thema WordPress / WordPress-Tuning noch über ganz andere Tipps stolpern, die sich verlockend anhören. Auch wenn da sinnvolle Ideen dabei sein werden, möchten ich Dich vor einigen warnen, die aus dem einen oder anderen Grund eher kontraproduktiv sind.

Wie oben schon angesprochen, sollte es durchaus Dein Ziel sein, Dein WordPress-Installation möglichst schlank zu betreiben, das heißt auf möglichst viel Ballast zu verzichten. Allerdings möchten ich vor direkten Anpassungen im Quellcode laut warnen: Die Idee dahinter ist, dass man diverse, nicht benötigte, Funktionen im PHP-Code auskommentiert und somit eine schlankere Installation bekommt. Auch wenn das rechnerisch mutmaßlich sogar stimmt, wirst Du beim nächsten Update des Themes ziemlich in die Bredouille gelangen, weil das Update entweder die Änderungen überschreibt oder in der neueren Version die auskommentierten Zeilen und Funktionen doch benötigt. 

Aus meiner Sicht grenzen manche der Änderungen an Schlangenöl…

Also Vorsicht vor Tipps wie

  • Die Entfernung der WordPress-Version aus dem Quelltext
  • Den Link zum WordPress-Backend (Admin-Bereich) modifizieren
  • Den Pfad zum »wp-content« Ordner verändern beziehungsweise anpassen
  • Entfernen beziehungsweise Ausblenden des Autors
  • Direkte Anpassung von .php-Dateien, um bestimmte „Dinge“ nicht mehr zu laden

Der Nutzen für einen normalen WordPress-Anwender ist einfach im Vergleich zum Risiko nicht hoch genug. Außerdem ist ein normales „Security through Obscurity“, also die „Sicherheit durch Unklarheit“, nach allgemeiner Auffassung nicht geeignet, um das Sicherheitslevel nachhaltig zu erhöhen. Im Gegenteil wird die Umgebung eher intransparenter und schwieriger zu warten.

Also: Vorsicht. Ich werde meine “no-GO-Liste” ständig aktualisieren.