Wie funktioniert eine Webseite

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Dich interessiert also, wie eine Webseite genau funktioniert – das macht auch Sinn, Du in dem Thema firm sein willst.

Heutige Webseiten sind nicht mehr statisch, wie zu Anfang des Internets, sondern dynamisch aufgebaut. Dynamisch bedeutet in diesem Fall, dass beim Aufruf nicht dieselbe HTML-Seite an alle Besucher ausgeliefert wird, sondern diese Seite während der Laufzeit (eben dynamisch) zusammengesetzt wird. Das Aussehen (Layout) und der Inhalt der Webseite werden voneinander abgekapselt. Das Layout wird durch ein Template (in WordPress wird das „Theme“ genannt) und der darin enthaltenen HTML*-, PHP*-, und CSS*-Dateien bestimmt, der Inhalt hingegen kommt aus der Datenbank. Während der Besucher die Webseite aufruft, wird ihm „seine“ Webseite angezeigt, in dem der Inhalt aus der Datenbank mit dem Layout zusammengeführt wird.

Es spricht selbstverständlich nichts dagegen, die Webseite (also Datenbank, HTML-Dateien, CSS-Dateien, und so weiter) komplett selbst zu programmieren. Das wird noch immer gemacht und hat bei bestimmten Anforderungen sicherlich Vorteile. Die Frage ist nur: Muss das Rad jedes Mal neu erfunden werden? Im Prinzip hat ja jede Webseite und jedes Blog die ähnlichen Funktionalitäten: Man kann Beiträge schreiben, diese können kommentiert werden, man kann Bilder hinzufügen, Links einfügen, Beiträge mit bestimmten Schlagworten versehen und vieles mehr. Hier kommen die „Content Management Systeme“, kurz CMS, ins Spiel. 

Ein Content Management System ist eine Software, quasi ein Rahmenwerk, das die nötigen Funktionen für eine Webseite, zum Beispiel „Beiträge schreiben“, „Bilder einfügen“, „Kommentare anzeigen“ oder ähnliches schon eingebaut hat, so dass es von jedem verwendet werden kann. Es muss hier nur ein Layout / Theme darübergelegt werden, und schon ist eine Webseite fertig. Diese Themes sind mehr oder weniger gut und aufwändig konfigurierbar, so dass jede Webseite auch die Möglichkeit hat, individuell gestaltet zu werden.

Erst ein Content Management System macht es möglich, dass jeder Interessierte ohne große Vorkenntnisse eine Webseite grundlegend erstellen kann. Nichts desto trotz sind aus unserer Sicht einige Informationen absolut notwendig, um Ihnen die Möglichkeit an die Hand zu geben, eine Webseite so an den Start zu bringen, dass sie sich auch von anderen (im Hinblick auf Sicherheit, Performance) unterscheidet.

Vorweg aber noch eine ganz wichtige Erkenntnis der letzten Jahre. Auch wenn im Internet immer sehr vieles (vermeintlich) kostenfrei ist: Gute WordPress-Performance hat ihren Preis. Du wirst möglicherweise einen kostenfreien WordPress-Hoster finden, allerdings wird es allerspätestens am Domänennamen, den Du gerne für Dein Blog verwenden möchten, scheitern. Ein kostenfreies WordPress-blog ist dann unter einem kryptischen Namen erreichbar, zum Beispiel 

blog158374918.ihr-hoster.local

Sobald Du hier einen „schönen“ Domänennamen haben möchten, kostet dies einen Monats- oder Jahresbeitrag, dies hat nichts mit WordPress zu tun, der Domänenname kostet immer.

Bevor ein Browser Deine Webseite anzeigen kann, muss er erst noch den Namen in eine computer-lesbare IP-Adresse umwandeln: